Leipzig. Seit Februar 2022 führt Russland einen groß angelegten Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die traurige Bilanz: Zehntausende Tote und Verletzte, zerstörte Städte und Dörfer sowie Millionen Geflüchtete und Evakuierte. Von Beginn an zeigt die Leipziger Zivilgesellschaft große Solidarität und Hilfsbereitschaft im Kampf der Ukraine um ihre Unabhängigkeit.
Auf Initiative der Stiftung Friedliche Revolution und mit Unterstützung der Stadt Leipzig wurde jetzt vom 22. bis 26. August 2025 die erste Leipziger Bürgerreise in die ukrainische Hauptstadt Kyjiv organisiert. Sechs Vertreter*innen der Leipziger Zivilgesellschaft setzen damit ein persönliches Zeichen der Solidarität und bekräftigen die enge Verbundenheit mit Leipzigs Partnerstadt.
Im Mittelpunkt der Reise steht der Austausch mit der ukrainischen Zivilgesellschaft, etwa mit Bürger- und Menschenrechtsinitiativen, die unter schwierigsten Bedingungen in frontnahen oder besetzten Gebieten arbeiten. „Wir treffen hier auf Menschen im Krieg: Journalistinnen, Kommunalpolitikerinnen, Museumsdirektorinnen, Frauenaktivistinnen. Es geht darum zu verstehen, was es bedeutet, in einem angegriffenen Land zu leben – und was Städtepartnerschaft wirklich bedeuten kann“, beschreibt die Leipziger Stadträtin Dr. Gesine Märtens das Anliegen der Reise.
Auf dem viertägigen Programm stehen außerdem Gespräche mit Expertinnen und Vertreterinnen kommunaler Verwaltungen sowie Besuche in Butscha und Irpin, zwei Orte, die besonders schwer unter der russischen Besatzung gelitten haben.
Am 24. August nimmt die Delegation zudem an der Gedenkveranstaltung zur ukrainischen „Revolution der Würde“ (Euromaidan) teil. „Dabei stellt sich für uns eine zentrale Frage“, erklärt Gesine Oltmanns, Ehrenvorsitzende der Stiftung Friedliche Revolution: „Wie können wir mit den Erfahrungen der Friedlichen Revolution von 1989 heute dafür sorgen, dass sich die ukrainische Verteidigung der europäischen Freiheit und ihre politischen Anliegen sich stärker und verantwortlicher im Bewusstsein der deutsche Gesellschaft verankern.“
An der Leipziger Bürgerreise nehmen teil:
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