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Leipziger Erklärung vom 17.12.2021

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Ihr seid nicht das Volk!

Kein Tag vergeht, an dem die Medien nicht über ungenehmigte, provozierende und meist lauthals aggressive „Spaziergänge“ in verschiedensten Städten und Regionen Deutschlands berichten. Anmaßend und lautstark fühlen sich die Demonstrierenden als die wahren Verfechter von Demokratie und Freiheitsrechten. Wie absurd! Endlich sind Stimmen zu vernehmen, die die ungerechtfertigte Vereinnahmung des Großteils der Bevölkerung in Frage stellen. Mit Ihnen in Freiberg, Zwickau, Plauen, Bautzen, in Thüringen und anderswo erklären wir uns solidarisch. Mit ihnen stellen wir klar: Ihr Protestierenden verbreitet Hass und Häme, schreckt nicht vor Gewalt zurück und lasst Euch von rechtsextremistischen Kreisen vereinnahmen und benutzen, aber: Ihr seid nicht das Volk!

Da sich öffentliche Versammlungen in der derzeitigen Situation aus guten Gründen verbieten, erklären wir als Leipzigerinnen und Leipziger klar und deutlich unsere uneingeschränkte Solidarität mit den Pflegekräften und dem medizinischen Personal sowie allen Helfenden, die alles in ihren Kräften stehende unternehmen, um Menschenleben zu retten. Die Wertschätzung ihrer Arbeit muss sich umgehend auch in einer angemessenen Honorierung widerspiegeln. Dafür treten wir ein.

Wir erklären uns auch solidarisch mit den von den Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens besonders betroffenen Menschen in der Kulturbranche, in der Gastronomie, im Tourismus u.a. wirtschaftlichen Bereichen. Wir erwarten, dass ausreichende staatliche Hilfen im Interesse des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalts gewährt werden. Auch uns sind nicht alle von der Politik getroffenen Maßnahmen verständlich und nachvollziehbar. Es würde guttun, wenn manche Politikerinnen und Politiker den Mut haben würden, laut zu sagen: Wir haben uns geirrt und nicht ausreichende Vorsorge getroffen. Dennoch fragen wir: Wer von uns hätte den „Stein der Weisen“ gefunden, um in einer Pandemie mit inzwischen mehr als fünf Millionen Toten unangefochtene und unstrittige Entscheidungen mit ausreichender Tragweite treffen zu können?

Um weitere gesundheitliche und gesellschaftliche Schäden abzuwenden, braucht es ein klares Bekenntnis zu verantwortlichem Handeln zum Schutz von Leben. Die freiheitliche Demokratie verwehrt egoistisches, vor allem aber aggressives, den Nächsten verachtendes Agieren.
Wir erwarten in diesem Zusammenhang von Polizei und staatlichen Organen, im Sinne des Schutzes der Grundrechte alle rechtswidrigen Aktivitäten in vollem Umfang und unmissverständlich zu unterbinden.

Leipzig, den 17. Dezember 2021


Erstunterzeichnend:

Oltmanns, Gesine

Kallenbach, Gisel

Jung, Burkhard

Vor, Rainer

Kölsch, Michael

Schild, Regina

Röder, Hans-Jürgen

Baumeister, Annette

Bickhardt, Stephan

Böhme, Gottfried

Dohrn, Andreas

Eckert, Rainer

Elsässer, Ralf

Funke-Reuter, Andreas

Gebauer, Gregor

Grimm, Manuela

Heide, Gabriele

Hitschfeld, Katharina

Jehnichen, Martin

Klett Kinderbuchverlag 

Knauft, Daniel

Köhler, Jens

Köllner, Ines-Maria

Krefft, Katharina

Krumbiegel, Sebastian

Lazar, Monika

Loos, Ulrike

Maicher, Claudia

Melcher, Christin

Michael, Klaus

Möbius, Regine

Möller, Werner

Möller, Carsten 

Oltmanns, Christian

Osberghaus, Moinika

Pfütsch, Tobias

Pietsch, Elke

Plotzitzka, Liane

Pörner, Frank

Röder, Bettina

Rudolph-Kokot, Irene

Schenkel, Elmar

Scherzer-Heidenberger, Ronald

Schulze, Christian

Sonntag, Ingrid

Sprink, Rolf

Taddiken, Britta

Trepte, Hans-Christian

Turek, Rolf-Michael

 Volks, Willi

Weichert, Michael

Wiekhorst, Karin

Wolff, Christian

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